Programm

Vortrag Titel

Referent/in

09.00 - 09.30

Einlass

09.30 - 10.00

Begrüßung

Peter Gasser und Constanze Weigle

Adrian Gschwend (Abteilungsleiter Bundesamt für Gesundheit)

10.00 - 10.45

Eine kurze Geschichte des LSD

Simon Duttwyler

10.45 - 11.30

LSD und Neuroplastizität

Gregor Hasler

11.30 - 12.30

LSD in der Behandlung von Menschen mit depressiven ErkranungenLSD in der Behandlung von Menschen mit Angsterkrankungen

Felix Müller und Friederike Holze

12.30 - 14.30

Mittagspause

14.30 - 15.15

Jenseits der Psychotherapie: Modi und Motivationen für die Einnahme von LSD außerhalb des medizinisch-therapeutischen Paradigmas

Andrea Jungaberle

15.15 - 16.00

Ich weiss, dass ich nichts weiss (Sokrates).
Erfahrungen mit LSD und buddhistischer Meditation

Vanja Palmers

16.00 - 16.30

Pause

16.30 - 17.15

Von "turn on - tune in - drop out" bis "don't touch". Aspekte einer Ethik des Gebrauchs psychedelischer Substanzen.

Podiumsdiskussion

Moderation: Manuela Brand

Podium: Roger Liggenstorfer, Andrea Jungaberle, Peter Gasser und Constanze Weigle

17.15 - 18.00

Auf der Suche nach Erleuchtung Bewusstseinserweiterung und ihre Zeugnisse in den Kulturen der Welt

Peter van Ham

18.00 - 19.00

Pause

19.00 - 20.00

Psychedelic Music Trance

Heike & Peter Heß und Joel Olivé

20.00 - 20.30

Pause

Ab 20.30

Party mit den Neuronauten

Luzi Bader & Bruno Haag

Details zum Programm

Eine kurze Geschichte des LSD

von Simon Duttwyler

 

In diesem Vortrag wird eine allgemein verständliche Geschichte des LSD aus der Sicht des Enkels von Albert Hofmann präsentiert. Als Ankerpunkte dienen dessen erste Synthese im Jahre 1938 und die berühmte Fahrradfahrt fünf Jahre danach. Die Forschungstätigkeit, die zur Entdeckung des LSD geführt hat, als auch die unmittelbar folgende Phase werden beleuchtet. Schliesslich werden Zusammenhänge mit den Wirkstoffen in bewusstseinsverändernden Pilzen und die jüngsten Ergebnisse von pharmakologischen und psychotherapeutischen Studien mit Psychedelika erklärt.

 


LSD und Neuroplastizität

von Gregor Hasler 

 

Serotonerge Psychedelika wie LSD und Psilocybin verringern nachweislich die Symptome von Depressionen und Angstzuständen, insbesondere wenn sie mit psychologischer Unterstützung kombiniert werden. Darüber hinaus scheint die Verringerung der Symptome lange über die Anwesenheit der Substanz im Körper hinauszugehen, wobei einige Studien anhaltende Verbesserungen über ein Jahr nach Abschluss einer psychedelisch unterstützten Psychotherapie zeigen. Aufgrund dieser langanhaltenden Wirkungen wurde die Hypothese aufgestellt, dass Psychedelika Veränderungen in der Gehirnfunktion katalysieren, indem sie die Neuroplastizität in bestimmten Gehirnregionen fördern. Präklinische Arbeiten haben in der Tat gezeigt, dass Psychedelika die Synaptogenese, die Spinogenese und die Neuritogenese in kortikalen Neuronen fördern und dass diese Wirkung mindestens mehrere Tage lang anhalten kann, was potenziell wichtige klinische Auswirkungen nicht nur auf psychiatrische, sondern auch auf neurologische Pathologien wie Schlaganfall und neurodegenerative Störungen haben könnte. In diesem Vortrag werde ich die neusten Befunde zu dieser vielversprechenden Hypothese zusammenfassen.

 


LSD in der Behandlung von Menschen mit depressiven Erkrankungen

von Felix Müller 

 

Vorgestellt wird eine Studie zur Behandlung von depressiven Symptomen mit LSD. Die Studie wurde an den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel durchgeführt und aktuell abgeschlossen. Insgesamt erhielten 61 TeilnehmerInnen zweimalig eine mittlere bis hohe Dosis LSD bzw. eine niedrige Dosis LSD als Placebo. Die Substanzsitzungen wurden von Vor- und Nachgesprächen begleitet. Primär untersuchte die Studie die Wirksamkeit und Sicherheit von LSD bei depressiven Symptomen. Es wurden jedoch auch zahlreiche weitere Daten erhoben, wie z.B. die Wirkung auf Angstsymptomatik, Lebenszufriedenheit, Achtsamkeit, biologische Faktoren sowie mögliche Einflussfaktoren wie die therapeutische Beziehung und Persönlichkeitsmerkmale. Es handelt sich um die erste moderne Studie zu LSD bei Depression und um eine der ersten Studien mit Psychedelika, die dem aktuell geltenden Standard der randomisierten, placebo-kontrollierten Doppelblindstudie entsprechen.

 


LSD in der Behandlung von Menschen mit Angsterkrankungen

von Friederike Holze

 

Im Jahre 2008 startete unter der Leitung von Dr. Peter Gasser das Vorhaben, LSD wieder zurück in die klinische Praxis zu bringen. Dazu wurde eine Pilotstudie mit 12 Patient:innen mit Angsterkrankungen im Zusammenhang mit einer terminalen Erkrankung durchgeführt. Diese Studie wurde nun mit einem grösseren Kollektiv wiederholt. Insgesamt erhielten 42 Patient:innen zweimalig eine hohe Dosis LSD und zweimalig Placebo eingebettet in eine therapeutische Begleitung. Ziel der Studie war es den Effekt von LSD, primär auf die Angstsymptomatik und sekundär auf Depressionssymptomatik zu untersuchen. Zusätzlich wurde erhoben, ob die akute LSD Wirkung in Zusammenhang mit der therapeutischen Wirksamkeit steht. Bei der Studie handelt es sich um die erste moderne doppel-blind randomisierte, valid Placebo-kontrollierte, Phase 2 Studie mit LSD. Die Studie war eine Zusammenarbeit zwischen der Psychopharmakologie Forschungsgruppe am Universitätsspital Basel (unter der Leitung von Prof. Matthias Liechti) und der SÄPT (unter der Leitung von Dr. Peter Gasser) und ist somit ein einzigartiges Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen universitärer Forschung und Hands-on Praxisarbeit.

 


Jenseits der Psychotherapie: Modi und Motivationen für die Einnahme von LSD außerhalb des medizinisch-therapeutischen Paradigmas

von Andrea Jungaberle

 

Auch wenn die Anwendung von LSD im therapeutischen Rahmen ihren Anfang nahm, kam es schnell zu einer Adoption der Substanz durch diverse subkulturelle Gruppierungen: Von den Acid Tests der amerikanischen Westküste der 1960er Jahre, bis zur aktuellen Festivalkultur à la Burning Man finden sich Dutzende verschiedener Kontexte, in denen Psychedelika und insbesondere LSD eine zentrale Rolle spielten und spielen. Allein, in engen Gruppen vertrauter Menschen, oder im Rahmen von Großveranstaltungen mit mehreren 10 000 Teilnehmer*innen suchen Menschen die verschiedenen Facetten der Erfahrungen, die diese Substanzen ermöglichen können.
In diesem Vortrag geht es um außerklinische Settings, Motive und Erfahrungsräume, die mit Hilfe von LSD & Co zugänglich werden können - und den Versuch, die therapeutische und außerklinische Anwendung zueinander in Bezug zu setzen.

 


Ich weiß, dass ich nichts weiß (Sokrates).
Erfahrungen mit LSD und buddhistischer Meditation

von Vanja Palmers

 

Als Zen-Priester hat Vanja lange Erfahrung mit Meditation. Seit einiger Zeit erforscht er die Möglichkeiten, Meditation mit bewusstseinsverändernden Substanzen zu kombinieren.  Er wird uns einen Einblick in seine Beobachtungen geben.

 


Von "turn on - tune in - drop out" bis "don't touch".
Aspekte einer Ethik des Gebrauchs psychedelischer Substanzen

Moderation: Manuela Brand
Podium: Peter Gasser, Andrea Jungaberle, Roger Liggenstorfer und Constanze Weigle

 

Die Gegenkultur der 60 Jahre rief auf zum Ausstieg aus einem wohlanständigen Leben und zur Rebellion gegen die bürgerliche Leitkultur. Freie Liebe, Auflehnung gegen tradierte Normen und Werte gehörten zum Programm. In der Gegenwart ist der nichtmedizinische Gebrauch weniger verbunden mit Gesellschaftskritik. Er wird weniger strafverfolgt und ist in einigen Ländern geduldet oder erlaubt.

Im medizinischen und wissenschaftlichen Umfeld sind therapeutische Behandlungen wieder möglich geworden. Diese werden mehr und mehr in Konzepten und Manualen beschrieben und damit stellt sich auch die Frage nach der "richtigen" Behandlungen. Was ist im therapeutischen Kontext erlaubt, erwünscht, notwendig und wo sind Grenzen, die nicht überschritten werden dürfen? Was beinhaltet eine Ethik des Gebrauchs psychedelischer Substanzen?


AUF DER SUCHE NACH ERLEUCHTUNG:
Bewusstseinserweiterung und ihre Zeugnisse in den Kulturen der Welt

von Peter van Ham

 

Seit Urzeiten versucht der Mensch zu erfahren, «was die Welt im Innersten zusammen­hält». Mittels Meditation, Trance oder auch im Drogen­rausch möchte er «Gott sehen», «sich selbst erkennen», «wieder eins mit der Schöpfung werden». Erstaunlicher­weise sind sowohl Wege und Methoden hierfür wie auch die Zeugnisse, die Ausdruck dieser Erfahrungen sind, auf der ganzen Welt sehr ähnlich. Sie weisen auf die gemeinsamen Wurzeln aller Menschen, egal welcher Hautfarbe, Religion oder Überzeugung sie angehören, und bieten die Chance der Verständigung und der fortschreitenden Aussöhnung zwischen den Kulturen. 

 

Peter van Ham nimmt uns mit in Wort und Bild auf einen meditativen Streifzug um die Erde auf der Suche nach den Bemühungen um Erleuchtung und den daraus entstandenen Zeugnissen. Seine Präsentation begleitet sein jüngst weltweit erschienenes Buch «MANDALA – Auf der Suche nach Erleuchtung: Heilige Geometrie in den spirituellen Künsten der Welt», dem 2019/20 eine gleichnamige Ausstellung am Historischen und Völkerkundemuseum St. Gallen vorausging.

 


Psychedelic Music Trance

von Heike & Peter Heß und Joel Olivé

 

Das Trio SoundTranceFormation lädt euch ein zu einer Klangtrance-Reise mit archaischen Instrumenten wie Didgeridoo, Tabla, Monochord, Handpans, Obertongesang etc. Mittelpunkt der Reise ist ein symphonischer Gong, der das Tor zu inneren Welten öffnet.

 


Die Neuronauten

mit Luzi Bader und Bruno Haag

 

Das ultimative Neuronen-Spektakel "Die Neuronauten" sind ein Klang-Duo bestehend aus DJ Luzi und dem Drummer Bruno Haag. Ihre Leidenschaft ist tanz- und träumbarer EthnoTech-House und Percussion. Sie leben ihren Traum mit ihrem Duo "Die Neuronauten". Hierbei werden Luzis elektronische Vibes mit Brunos Percussion verschmolzen. Das Resultat ist ein Live-Spektakel, welches das Publikum elektrisiert und transformiert.

 

www.soundcloud.com/luzibader

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